Roncarati: neuer Stand auf dem Wochenmarkt

Liebe SlowFoodies,

wer von uns schlendert nicht gerne über den Wiesbadener Wochenmarkt?!

Frische Produkte direkt vom Erzeuger lohnen den Besuch, mal ganz abgesehen von der schönen Atmosphäre – selbst in diesen Zeiten.

Heute möchten wir auf einen kleinen Stand aufmerksam machen, den ihr vielleicht noch nicht so im Blick hattet und der eine genauere „Inspektion“ wert ist.

Der Standbetreiber, Mauro Roncarati, unser neues Mitglied im Convivium, wohnt in Eltville, stammt aber aus Alba in der Langhe, Piemont, was quasi in direkter Nachbarschaft des Städtchens Bra liegt, in der die Slow Food Bewegung ihren Ursprung hat. So ist ihm natürlich auch die Osteria Boccondivino bestens geläufig, das erste Slow Food Restaurant. Da muss man also nicht viel erklären….

Nach 30 Jahren in der Modebrache hat er sich nun seinen Traum von der Selbständigkeit erfüllt und präsentiert auf seinem kleinen Stand (unterhalb der Treppe zum Lumen) sorgfältig ausgewählte italienische Lebensmittel. Sein Sortiment umfasst u.a. Salami, Pasta, Sugos, Pestos, Trüffel, etc. Also alles, was man für ein gemütliches italienisches Essen benötigt. NEU daran ist, dass er über uns auch mit unseren geliebten Produzenten aus Oltrepo Pavese Kontakt aufgenommen und jetzt bereits Bio-Spezialitäten der Firma Malbosca im Sortiment hat. Dies soll aber noch ausgeweitet werden.

Wir möchten euch also ans Herz legen, dort vorbei zu schauen, denn so viel Leidenschaft muss man unterstützen. Gerne lässt er sich auch in eine Schwatz über seine Produkte verwickeln… wobei wir wieder bei der herrlichen Marktatmosphäre wären.

Viva la cucina italiana

Eure Marion Thomas-Nüssler

Vinothek Weingut Laquai

Liebe SlowFoodies,

heute möchten wir gerne auf die Aktivitäten eines in unserem Slow Food Genussführer aufgeführten Betriebes aus dem Rheingau aufmerksam machen.

Das Weingut Laquai aus Lorch hat jüngst in der Mauergasse in Wiesbaden, nach einer aufwändigen Restaurierung, eine Vinothek mit kleinem Speisenangebot eröffnet. Dies ist zu begrüßen, da damit der zunehmenden Profanisierung und dem austauschbaren städtischen Einerlei an Angeboten entgegengewirkt wird. Zudem fällt die Eröffnung in eine Zeit, in der unternehmerischer Mut unbedingt unterstützt werden muss.

Gerne möchten wir alle ermuntern, diese kleine Vinothek mit zusätzlich einigen Plätzen im Außenbereich, zu besuchen. Es werden auch kleine Speisen geboten, z.B. Handkäse Tatar mit Laquai Riesling, Äpfel und Zwiebeln oder Ziegenkäse, Rote Beete Apfel, Relish und Spätburgunder Feige, jeweils auf NOglla Chia Brot (von der Wiesbadener Manufaktur NOglla – alle Produkte ohne Gluten und Laktose).

Schaut doch mal vorbei und vergnügt Euch bei einem Gläschen Laquai Riesling – alternativ beim Original, der Weinwirtschaft Laquai in Lorch 😉

Genussvolle Grüße

Eure Marion Thomas-Nüssler

Slow Food Deutschland trauert um seine Vorsitzende Dr. Ursula Hudson

13.07.2020 – Dr. Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland und Vorstandsmitglied von Slow Food International, ist am vergangenen Freitag nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Als Vorstandsvorsitzende seit 2012 trug sie maßgeblich dazu bei, Slow Food eine relevante Stimme und politische Ausrichtung zu verleihen und eine gerechtere, bessere und somit zukunftsfähige Ernährungswelt voranzutreiben. Bis zuletzt war sie für den Verein aktiv und hat seine Geschicke gelenkt.

Als promovierte Kulturwissenschaftlerin setzte sich Ursula Hudson seit jeher mit dem Thema Essen, dessen Geschichte und Kultur auseinander. Sie tat dies u.a. während verschiedener Lehrtätigkeiten an Universitäten in Deutschland und England, als Autorin sowie als Vorstandsmitglied von Slow Food Deutschland seit 2010. In ihrer Rolle als Vorsitzende verlieh die 62-jährige gemeinsam mit ihren Vorstandskolleg*innen der Slow-Food-Bewegung eine wachsende Stärke, eine klare politische Haltung sowie eine zunehmende Ausrichtung auf ganzheitliche Lebensmittelqualität und Ernährungsbildung.

Zu ihrem Tun motivierten sie ihr Wunsch und Bestreben, „die (Ernährungs-)Welt ein klein wenig besser zu machen“. Und das hat sie. Ihr scharfer Intellekt, ihr kritischer Geist waren dabei stets gepaart mit emotionaler Wärme, Witz, Charme und wertschätzender Akzeptanz ihres Gegenübers. Angetrieben hat sie die eigene Erfahrung, dass gute, saubere und faire Lebensmittel nicht nur umfassend Freude bereiten, sondern die wahren Beziehungsstifter sind; sie setzen uns in Kontakt – mit uns selbst, mit anderen, der Umwelt, dem Klima, den Tieren und Pflanzen, der (Kultur-)Landschaft, dem Ökonomischen. Slow Food als Bewegung war für sie eine beziehungsstiftende und -bejahende Lebenshaltung, die nachhaltig verändert.

Mit ihren Denkanstößen prägte Hudson nicht nur die Ausrichtung der Slow-Food-Bewegung in Deutschland, sondern auch die weltweite Organisation. Sie machte sie zu einem gefragten Bündnispartner und vergaß dabei nie diejenigen, die ihr besonders wichtig waren: All die Menschen, die gute, saubere und faire Lebensmittel erzeugen, weiterverarbeiten, uns zur Verfügung stellen. Hudsons Credo: Nur gemeinsam können wir etwas bewegen und verändern. Als gefragte Referentin und Diskussionsteilnehmerin wurde sie zum Gesicht von Slow Food.

Slow Food Deutschland und Slow Food International trauern um ihre Vorsitzende und Kollegin, Vorgesetzte und Freundin. Ursula Hudson entwickelte engagiert Ideen für die Zukunft unserer Ernährungswelt und damit für die Zukunft unseres Miteinanders sowie für die Slow-Food-Bewegung. Diese ohne sie weiterzuentwickeln und umzusetzen stimmt traurig. Ursula Hudson wird Slow Food als Mensch und Visionärin fehlen. Der Vorstand und die Geschäftsstelle sind tief betroffen und in Gedanken bei der Familie und engsten Freund*innen.

Kondolenzbuch für Ursula Hudson

Persönliche Reisenotizen – Südtirol

Tag 4 Andra tutto bene…

Ja, eigentlich sollte es ein Wandertag werden, aber das Wetter spielte abermals nicht mit.

Was macht man/frau in Südtirol, wenn schon alle Programmpunkte erledigt sind? Es wird was Leckeres besorgt und in der eigenen Stube gekocht.

Am liebsten esse ich die hausgemachte Pasta von der Manufaktur 1477 RH in Lana (welcome@1477rh.shop).

Ich kaufe sie gerne in dem sommerlich hell erleuchteten Laden ein. Neben den selbstgemachten Produkten wie Sirupe oder Schokoladenaufstriche stehen dort auch einige Tische, an denen man Limonade oder einen Kaffee trinken kann. Der Raum  erinnert eher an einen Eissalon, als an eine Manufaktur. Das Herzstück ist die Werkstatt, abgetrennt durch eine Glasscheibe, die zur Zubereitung von frischer Pasta, Knödeln und wunderbaren kleinen, süßen „Schweinereien“ dient.

Einige handgemachte Produkte aus der Manufaktur können dann auch gleich um die Ecke im Restaurant Reichhalter gemütlich auf der Terrasse oder in dem ehrwürdigen Gebäude verspeist werden (www.1477reichhalter.com)  

Nun liegt die Pasta im Einkaufskorb – jetzt fehlt nur noch der Käse dazu.

Auf dem Weg zum Käseladen führt mich mein Weg, wie sollte es auch anders sein, an der Vinothek „Bacchus“ vorbei, die natürlich immer, egal wie das Wetter ist, auf ein Gläschen Wein einlädt. Michaela macht schmackhafte kleine „Snacks“ zum Wein. Sie hat auch immer einige offene Weine parat, wie z.B einen Falanghina aus Kampanien, die probiert sein wollen.

Im Käseladen, der von der Käserei Castelfondo geführt wird, kaufe ich den „El Castelfossa“. Der Käse wird in Leinentüchern eingewickelt und in einer mit Stroh ausgestatteten Kalksteingrube gelagert. Nach 3 Monaten wird die Kalksteingrube geöffnet und der Käse zum Trocken herausgeholt. Er schmeckt sehr kräftig, fast schon ein wenig bitzelig auf der Zunge und passt hervorragend zum Wein.

So, jetzt hoffe ich, dass ich Euch den Mund so richtig wässrig gemacht und dieses wunderbare Stückchen Land näher gebracht habe.

Macht Euch auf die Reise, genießt die herrliche Landschaft und die wunderbaren Produkte dieses Landes. Keine Angst vor Corona, sofern alle landesspezifischen Corona Schutzmaßnahmen beherzigt sind.

Bis denne und bis zur nächsten Reise nach Südtirol.

Eure Marion

Persönliche Reisenotizen – Südtirol

Tag 3 – Tutto bene!

Hallo liebe SlowFoodies, liebe Freunde,

ab heute gilt im Freien keine Maskenpflicht mehr, sofern 1 m Abstand zur nächsten Person eingehalten wird. Was für eine Freude! In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt die Maskenpflicht jedoch noch.

Also, wie gesagt, Tag 3 ein reiner Vinothekentag.
Zunächst ein Besuch in der Kellerei Tramin (www.cantinatramin.it)

Alleine das Gebäude ist eine architektonische Schönheit. Passt sich super der Weingegend an. Innen hat man das Gefühl in einer Weintraube zu sein. Das allein schon muss man sich ansehen. Kaufen sollte man den Moritz, ein Weißburgunder, zudem ein Lieblingswein von mir, aber auch der Nussbaumer Gewürztraminer ist ein Kracher. Wenn man dort ist sollte man sich auf jeden Fall mit einem Glas nach draußen begeben und in der Sonne an einem Fass das herrliche Getränk genießen.

Zweite Station bei strömenden Regen, die Kellerei Terlan (www.cantina-terlano.com). Hier gehe ich nicht weg ohne einen Selektion Terlaner Cuvee gekauft zu haben. 2018 erhielt Terlan die SlowFood Schnecke.

Dritte Station ist die Kellerei Nals (www.kellerei.it). Hier fühle ich mich fast wie zuhause, da ich schon so lange hier hingehe. Früher konnte man dort gemütlich sitzen und den Wein genieße, es kamen die Winzer der Gegend vorbei um, wie man hier sagt, zu ratschten, was aber nach dem Umbau leider nicht mehr möglich ist. Dafür ist die Architektur hervorragend gelungen und wie so viele Kellereien in Südtirol, ein bauliches Juwel. Hier steht unteranderem meist Alex immer professionell und außerordentlich geübt den Gästen und Kunden Rede und Antwort. Ich kaufe oft den Weißburgunder Berg, aber auch den Vernatsch Rieser.

Danach geht es mit voll beladendem Auto ins Feriendomizil zurück und es folgt leider das lästige entladen all der wunderbaren Kisten.

Tag 4 wird ein Wandertag, denn wer hätte dies noch gedacht, das Wetter hier soll besser werden. Also bis denne und liebe Grüße eure Marion 

Persönliche Reisenotizen – Südtirol

Tag 2 – Tutto bene!

Liebe SlowFoodies ,liebe Freunde,

ich hatte es ja schon angekündigt, hier der kleine Bericht von unserm Besuch in Meran. Bevor wir jedoch unsere Slow Food Freunde Karin und Giuliano besuchten, unternahmen wir einen Abstecher in den Supermarkt, mit der weltbesten Aussicht auf die Meraner Hausberge. Was uns dort magisch hinzog, war ein SlowFood Presidi, der Morlacco del Grappa (www.fondazioneslowfood.com). Dieser hat allerdings nichts mit Grappa zu tun. Der Kuhmilchkäse stammt vielmehr aus der Gegend Bassano del Grappa, wo der Grappa herkommt.

Ursprünglich stammte die Milch von Burline-Kühen, der einzigen autochthonen Rinderrasse in der Region Venetien, welche heute vom Aussterben bedroht ist. Klein, mit einem schwarz-weißen Fell, rustikal und für die kargen Weiden von Grappa geeignet. Der Käse ist cremig, schwach gesalzen und eher mild.

Die zweite lohnenswerte „Beute“ war ein Südtiroler Graukäse, der unserem hessischen Handkäse sehr ähnlich ist. Auch hier wird er mit Zwiebeln und Öl gegessen, die Konsistenz ist jedoch etwas krümeliger und in der Mitte ist der Käse weißlich.

Bei Karin und Giuliano haben wir uns gemeinsam über einen wunderbaren Gewürztraminer vom Weingut Falkensteiner Jahrgang 16 (www.falkenstein.bz) hergemacht.

Tag 3 morgen wird aufgrund des Wetters wohl ein reiner Vinothekentag werden, denn hier regnet es in Strömen. Wir müssen unbedingt unseren heimischen Weinkeller auffüllen.

Also bis denne und liebe Grüße eure Marion 

Persönliche Reisenotizen – Südtirol

Tag 1 – Tutto bene!

Liebe SlowFoodies und liebe Freunde,

endlich konnte ich wieder in mein geliebtes Südtirol reisen, und weil´s so schön war, möchte ich euch teilhaben lassen.

Am 5. Juni überquerten wir problemlos die deutsche Grenze Richtung Österreich und später auch den Brenner.

Das Wiedersehen mit unseren Freunden war groß und herzlich, aber auch ein wenig bedrückend. Die 3-monatige Ausgangssperre hinterließ Spuren. Die Südtiroler leben immer noch sehr zurückgezogen. Es gilt natürlich auch hier die Maskenpflicht und Abstandsregelung. Auch haben noch nicht alle Hotels und Restaurants wieder eröffnet. Doch trotz alledem lässt sich hier wunderbar Urlaub machen. Also macht Euch ganz beruhigt nach Südtirol auf. Die Menschen warten hier auf Euch und freuen sich über Gäste.

Mein 1. Tag galt dem Weingut Pojer & Sandri in Faedo, denn hier hatten wir Wein vorbestellt und diesen wollten wir abholen.

Pojer & Sandri  (www.pojeresandri.com) in der Nähe von Mezzacorona ist ein renommiertes und weit über die Grenzen bekanntes Weingut. Ganz besonders freue ich mich auf den Cremisi vino rosato biologico frizzante. Er schmeckt nach Erdbeere, Himbeere, Brombeere und Granatapfel. Schüttelt man den „Col Fondo“, also den Trub auf, entfaltet der Frizzante eine leichte Bitternote. Herrlich zu genießen in lauen Sommernächten im Garten.

Außerdem benötige ich auch unbedingt den Aceto di Vino Rosso, der ganz super  zu meinen Relish Rezepten passt. Hier kommt eine kleine Kostprobe davon:

Gurkenrelish

  • 4 Salatgurken
  • 3 Zwiebeln
  • 1 cm Ingwer
  • 150 ml Weißweinessig
  • 150 g Zucker
  • 3 EL Senfkörner
  • 0,5 TL gemahlener Kurkuma
  • 1 TL Salz
  • Pfeffer
  • 1 Bund Dill

Die Gurken schälen, entkernen und sehr klein würfeln. Die Zwiebeln und den Ingwer schälen, beides fein würfeln.

Gurke, Zwiebeln und Ingwer in einen Kochtopf geben. Essig, Zucker, Senfkörner und Kurkuma untermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Bei mittlerer Hitze 10-12 Minuten einköcheln lassen.

Inzwischen den Dill waschen und trocken schütteln, die Spitzen abzupfen und fein hacken.

Man benötigt nun noch Einmachgläser. Die Gurkenmischung vom Herd nehmen und den Dill unterrühren. In sterile Gläser randvoll abfüllen. Gläser auf den Kopf stellen, damit ein Vakuum entsteht.

Entlang der Weinstraße in Richtung Bozen machten wir gegen Mittag Halt im Weingut und Gasthof Plattenhof (www.plattenhof.it), oberhalb von Tramin in Söll. Bei hausgemachter Lasagne – habe selten so viele Lasagneschichten in einer Lasagne gesehen – welche mit einer wohlschmeckenden Fleischsauce kombiniert war. Im urigen Gasthof bei einem hervorragendem Gläschen Gewürztraminer des Weingutes Dissertori haben wir die tolle Aussicht und Ruhe genossen. Das neue Wein- und Designhotel der Familie Dessertori, das sich ganz dem Thema Wein als Vinum Hotel gewidmet hat, sind die Etagen des neuen Hotels farblich nach dem Aufbau einer Rebe gestaltet. Das Restaurant im neuen Hotel serviert Kulinarik auf Haubenniveau allabendlich in Form eines Fünf-Gänge-Verwöhn-Menüs, alles in bester handwerklicher Machart.

Der Gasthof besteht schon sehr lange, das Hotel und das neue Restaurant im Hotel erst seit 2018.

Auf Tag 2 freue ich mich schon, denn dann besuchen wir SlowFood Mitglieder des Conviviums Meran. Wir sind gespannt was wir dort serviert bekommen und was wir die Woche noch alles hier entdecken dürfen.

Ihr dürft gespannt sein ich melde mich und bis denne eure

Marion.

Deutsch-Italienische Freundschaft in Zeiten von Corona

Das Slow Food CV Rheingau spendet einen Teil seines Jahresbudgets an Slow Food Oltrepò Pavese

Schon seit einigen Jahren verbindet Slow Food Rheingau mit dem Slow Food CV Oltrepò Pavese eine enge Freundschaft. Gegenseitige Besuche, gemeinsame Aktivitäten, Verkostungsveranstaltungen mit den außergewöhnlichen Produkten und als neuesten Coup, steht das CV in Verhandlungen mit einem Wiesbadener Marktbeschicker, der diese Produkte dauerhaft ins Sortiment aufnehmen möchte… was für Slow Foodies und regelmäßige Marktgänger eine wahre Wonne wäre J

Die in Deutschland weitgehend unbekannten Region, welche südlich des Po und nordöstlich von Voghera der Provinz Pavia in der Lombardei liegt ist natürlich genauso von der Coronakrise gebeutelt worden wie alle anderen Regionen Italiens.

Was läge da näher, als sich mit der geliebten Region, deren Menschen und Produzenten solidarisch zu zeigen. So hat das Slow Food CV Rheingau kurzerhand einen Teil seines Jahresbudgets dem freundschaftlich verbundenen CV gespendet. Zudem zeigten sich auch einige Slow Food Rheingau Mitglieder solidarisch und legten noch was drauf… Vor Ort wurde es eingesetzt, wo es am nötigsten war – für den Erwerb von Instrumenten auf der Intensivstation des Krankenhauses in Voghera. Auch wenn das Budget grundsätzlich „überschaubar“ und damit die Spende sicher nur ein Tropfen auf den „heißen Stein“ ist … so ist es doch Balsam für die deutsch-italienische Freundschaft

Osterhilfe

Liebe SlowFoodies, liebe SlowFood Freunde,

in diesen schwierigen Zeiten und bei all den schrecklichen Bildern aus Italien haben wir uns von SlowFood Rheingau entschieden 25% unseres Budgets an unsere Freunde in Italien, an das Convivium Oltrepo Pavese, zu spenden. Wer aber unser Budget kennt weiß, dass dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein wird.

Daher an Euch alle, öffnet eure Herzen zu Ostern zeigt Solidarität mit unseren Freunden in Italien und mit dem CV Oltrepo Pavese und spendet auch ihr auf das untenstehende Konto mit dem Kennwort: Freunde SF Rheingau und wenn es nicht viel ist, es kommt bestimmt genau da an, wo es jetzt wirklich dringend gebraucht wird. Dies haben uns unsere Freunde versichert.

Coordinate Bancarie
Slow Food Condotta Oltrepò Pavese
IBAN: IT66F0832456300000000160661
Banca centro Padana – Credito Cooperativo
Sede di Stradella PV

Wir wünschen Euch und euren Familien ein schönes, ruhiges Osterfest und bitte haltet durch, bleibt gesund und munter und es gibt eine Zeit nach Corona.

Wir hoffen daher unsere geplante Reise Ende September zu unseren Freunden antreten zu können und wie sagt der Italiener: andrà tutto bene – alles wird gut!

In diesem Sinne und weiterhin mit genussvollen Grüßen
Eure Marion Thomas-Nüssler

Rheingauliebe

Rettet eure Lieblingsorte im Rheingau

Wo wären wir wohl diese Woche mit Freunden Essen gegangen? In welcher Bar hätten wir uns mit Kollegen getroffen? Wo hätte der Familienbrunch zu Ostern stattgefunden und welchen Wein hätten wir gewählt? All das wollen und werden wir sicher nachholen, wenn wir die Krise überwunden haben. Ist es da nicht sinnvoll, schon heute das Geld dafür auszugeben, um sicherzustellen, dass unsere Lieblingsort dann auch noch da ist?

Rheingau, März 2020: Auf der Website RheingauLiebe.org werden Betriebe aus Gastronomie, Hotellerie, Kultur und Weinwirtschaft im Rheingau mit den Gästen/Kunden zusammen gebracht. Durch die dortige Präsenz kann jeder via PayPal oder Überweisung, seinem Lieblingsort in individueller Höhe Geld zukommen lassen, welches in Form von Gutscheinen später, nach der Wiedereröffnung, wieder eingelöst werden kann.

Wie auch die Behörden aktuell versuchen, die Ausbreitung von Corona auf einen langen Zeitraum zu strecken, sollen auch die Locations durch den Verkauf von Gutscheinen die Verluste auf einen längeren Zeitraum verteilen, um so die Auswirkungen abmildern zu können.

Auf der Website RheingauLiebe.org werden Betriebe präsentiert, die von der Betriebsschließung in eine existenzbedrohende Situation gebracht werden. Grundsätzlich dabei sein können Rheingauer Restaurants, Gutschänken, Bars, Cafés, Hotellerie, Kultureinrichtungen, Vinotheken, Weingüter und Weinhandlungen. Die Betriebe müssen sich selbst bei der Website anmelden und eine Ehrenerklärung unterschreiben, in der die existenziell bedrohliche Lage und die Umwandlung der eingehenden Gelder in Gutscheine versichert wird.

Die Betreiber der Plattform RheingauLiebe.org stellen Vorlagen zur Verfügung, die den Betrieben als Hilfestellung dienen sollen – z.B. für die Ausstellung von Gutscheinen, Aushänge am Betrieb oder Checklisten für die Organisation der Teilnahme. Die Umwandlung der Gelder in Gutscheine, deren Ausstellung und spätere Einlösung obliegt den Betrieben. RheingauLiebe.org tritt lediglich als Vermittler auf.

Wer sind wir, wer sind die Unterstützer?

Die Inspiration für diese Plattform war die Seite Wiesbaden.help. Eine gute Idee, die es wert war, auch für den Rheingau adaptiert zu werden. Nach einer kurzen Abstimmung mit deren Initiatoren und einem unkomplizierten „Na klar könnt ihr das nachbauen“, gings auch schon ans Werk. Holger J. Bub und Birgit Hüttner von der Ankermühle in Winkel fanden dann auch schnell die ersten Unterstützer, Initiative von Kai Climenti „Der Rheingau steht zusammen“, Tina Jost, Grafik Design & Tanja Wehrle, Bloggerin Rheingauprinzessin. Das Projekt wird von allen ehrenamtlich geführt und es werden damit keinerlei finanziellen Ziele verfolgt. Außerdem unterstützt der RTKT (Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH) sowie Slow Food Rheingau die Aktion.

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