Gerichte aus dem Schneckenhaus

Hervorgehoben

in diesen Zeiten nimmt die Kochlust nicht nur unserer Mitglieder deutlich zu. Das ist toll, weil Kochen oft etwas geselliges und tief befriedigendes ist. Zudem kommt man den Produkten näher und die Wertschätzung dafür steigt.

Schade nur, dass nicht alle daran teilhaben können… das möchten wir hier nun ändern. Bitte lasst uns teilhaben und erzählt uns eure Kochgeschichten und Rezepte!

Liebe kochfreudige Grüße Eure Marion Thomas-Nüssler 

Hühnersuppe für die Enkelkinder, aber nicht nur…

Gerichte aus dem Schneckenhaus

Da die Nudelmaschine, die ich über Signore Roncarati bestellt habe, leider Lieferzeit hat und ich daher noch nicht mit selbstgemachten Nudelgerichten aufwarten kann, beginne ich einmal mit etwas ganz Einfachen – was aber das Herz von Kindern bis Senioren erobert: eine Hühnersuppe.

Wir haben die pädagogische Aufgabe bei unserer faktischen Enkeltochter (jetzt 9) aus der Nachbarschaft übernommen, ihre Gourmet-Kompetenz zu entwickeln, natürlich i.S. der Slow Food-Kriterien: Bio, vorzugsweise von der Domäne, saisonal und möglichst alles selbst gemacht. So kriege ich immer ein präzises Feedback von ihr, wenn ich etwa einmal in der Woche für die Familie koche (etwa: „die Tomatensoße gab kein gutes Mundgefühl, sie war etwas wässrig“). Das spornt an, meine Kochkompetenz weiter zu entwickeln.  Aber wenn es diese Hühnersuppe gibt, lädt sie ihre Freundinnen zum Essen ein – das größte denkbare Kompliment !!

Zutaten (für 8 Personen – man kann die Suppe hervorragend aufwärmen oder einfrieren)

  • 2 – 2,4 kg Suppenhuhn (das sind meist ausrangierte Legehennen oder jetzt auch aus „Brüder-Aufzucht“), die auch nicht so fett sind wie die Masthühner, trotzdem die Fettdrüse („Bürzel“) abschneiden,
  • Suppengrün (Lauch, Sellerie, Möhre und Petersilienwurzel oder ein Bund Petersilie mit allen Stängeln), insgesamt ca, 400 – 500 gr.
  • Ingwer (nach dem Putzen etwa daumengroßes Stück)
  • Große Zwiebel mit Schale
  • 3 Lorbeerblätter
  • 1 Esslöffel Kräuter-Salz, Pfeffer nach Geschmack
  • Für die Einlage in die fertige Brühe kann jedes Saisongemüse genommen werden, aber Erbsen sollte dabei sein
  • 250 gr. Reis oder 500 gr. Suppennudeln
  • Bund frische Petersilie oder Schnittlauch

Zubereitung

  • Huhn gründlich waschen und in einen großen Topf (ca. 8 -10 l) mit kaltem Wasser geben (ganz wichtig !!), ggfs., halbieren oder vierteln, das Huhn muss ganz bedeckt sein; dann langsam zum Sieden bringen (nur ca. 50 – 60% der maximalen Wärmezufuhr)
  • Das Suppengemüse und Ingwer putzen und kleinwürfeln, die Zwiebel mit Schale halbieren (die Schale gibt der Suppe eine goldgelbe Farbe) und in das Wasser geben, wenn es kocht.
  • Mindestens 2, besser 2,5 Stunden ohne Deckel auf kleiner Flamme köcheln lassen (also gut lüften J) und aufsteigenden Schaum abschöpfen (sonst wird die Suppe trüb), das Huhn sollte immer mit Wasser bedeckt sein.
  • Danach Huhn entnehmen und etwas abkühlen lassen, die Brühe durch ein Sieb in einen anderen Topf geben, das Gemüse entfernen (es hat durch das lange Kochen seinen Geschmack abgegeben) und evtl. die Brühe durch Abschöpfen entfetten.
  • Fleisch von den Knochen ablesen und gleich in mundgerechte Stücke schneiden, es kann sein, dass bei alten Hühnern die Haut sehr schlabbrig ist – Kinder lieben das nicht, aber Hunde …
  • Dann Reis oder Nudeln sowie das saisonale Gemüse separat – wegen der unterschiedlichen Garzeiten – in der Brühe kochen, bis alle Zutaten bissfest („al dente“) sind. Zum Schluss das Fleisch hinzufügen, abschmecken – vermutlich muss nachgewürzt werden –  und mit frisch gehackter Petersilie oder Schnittlauch bestreuen.

Euer Ulrich

Bildnachweis
Hühnerbeine roh
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Hühnersuppe
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