Slowfood Reise Mai 2018

Slow Food Reise zu Freunden – Geschmack und Düfte aus Oltrepo Pavese

am 10.- 13.Mai 2018

Die Reise begann mit einem hervorragenden Abendessen im Ristorante Selvatico von Piera Spalla, die uns schon hier zu Hause letztes Jahr in Wiesbaden im Rahmen eines SlowFood Treffens zwischen SlowFood Rheingau und SlowFood Oltrepo Pavese mit regionalen, typischen Gerichten mehr als überzeugte.

Der nächste Tag stand ganz unter dem Motto: Winzer, Weinberge und Weine.

Daher galt der erste Besuch dem Weingut Ganaghello (www.ganaghellovini.com). Empfangen wurden wir mit einem Spumante brut „Polvere di Stelle“(Sternenstaub).
Ein kleiner Spaziergang in den Weinberg rundete das Bild des Weingutes und dessen Arbeitsweise gänzlich ab. Die dann folgende Weinverkostung wurde kombiniert mit einer traditionellen Focaccia coi ciccioli  (Fladenbrot mit Grieben).

Und schon ging es weiter in Sachen Wein. Auf den Hügeln von Oltrepo Pavese gelegen, besichtigten wir das Weingut Calatroni (www.calatronivini.com). Der Willkommens-Aperitif, ein Pinot64 brut, der es ja schon in den SlowWine Führer 2018 schaffte, hat es zu Recht verdient und mundete der Gruppe auch in der Mittagshitze.

Das anschließende Menü wurde abgerundet mit einem Sangue di Guida (Judasblut), ein wunderbarer süßer Rotwein, der die Bayerische Creme mit Moscato und Erdbeeren mit seinen Aromen fein umspielte.

Aber dem nicht genug – wir waren ja gekommen, um uns einen Überblick über die Weinwelt in der Region zu verschaffen. So ging es weiter zum dritten Weingut, Montelio (www.montelio.it), eines der ältesten Weingüter der Region. Faszinierend das alte Kellergewölbe und das ganze Anwesen. Giovanna Brazola und ihre Schwester Caterina bewirtschaften die ca. 24 ha Weinberge zusammen. Zum Abendessen zauberten die Schwestern Erstaunliches auf den Tisch z.B. Galatine von der Gans, Kalbsbraten gefüllt mit Ricotta-Käse und Saubohnen an gratinierten Kirschtomaten mit Petersilie. Ein Abend der Superlative!

Der Samstag begann mit dem Besuch des Bauernhofes Cascina Boarezza. Nicht nur Bier aus schwarzem Mais konnten wir probieren, sondern es gab auch die Möglichkeit Safran zu kaufen.

Sehr beeindruckt von dem großen Anwesen ging die Fahrt zu einem Bahnwärterhäuschen weiter, wo uns – und wie sollte es um die Mittagszeit auch anders sein – ein Mittagessen erwartete.

Kürbisflan mit Stafforella-Käse, Risotto vom Carnaroli Pavese Reis mit Spargel und Sekt und als Dessert ein Bagnaria-Apfel-Törtchen (Genovese Apfel) an Creme-Eis.

Für diejenigen, die den Käse zum Dessert vermisst hatten, ging die Fahrt daher nun ins Borbera Tal zur Käserei Vallenostra zu Roberto Grattone weiter.

Seinen Montebore-Käse hatten wir schon in Wiesbaden kennengelernt. Die Fahrt ging durch unberührtes Land weit ins Tal hinein, und der letzte Teil der Fahrt konnte auf Grund der Steigung des Weges nur zu Fuß zurückgelegt werden. Aber es lohnte sich, denn die Käse von Roberto waren ausgezeichnet und harmonierten mit den dazu gereichten Weinen aus den Colli Tortonesi hervorragend.

Den Abend verbrachten wir in Varzi im alten Residenzschloss Castello Malaspina. Wir durften das Schloss besichtigten, welches in privater Hand ist. Im angrenzenden Restaurant wurde zu Abend gegessen.

Wir hatten schon so vieles über die traditionelle Salame di Varzi gehört: Nun durften wir sie zur Vorspeise kosten. Ravioli mit Schmorbratensoße und Kammbraten ergänzten das Menü, ein Mandelkuchen der Region beendete den wunderbaren Abend im fürstlichen Schloss.

Ach, nicht zu vergessen: Der Kauf der herrlichen Salame di Varzi im eigens dazu im Schloss gebauten Verkaufsraum.

Den Sonntag konnten die Teilnehmer der Reise mit einem historisch geführten Besuch in Pavia abschließen.

Wir bedanken uns bei unseren Freunden für die überaus herzliche Gastfreundschaft und versprechen – nein vielmehr wir drohen 🙂 Ihnen an, wiederzukommen.