Mitter Velten

Weingut Mitter Velten

 

Inh. Martin Mitter

65239 Hochheim Frankfurter Straße 31

Tel.: 06146/9101

Internet:www.weingut-mitter.de

e-mail:weingut-mitter@gmx.de

 

„Wir haben umgedacht: Lebendige Böden und Reben für lebendige Weine“

 

Weingut

Die „Wieder-Entdeckung“ dieses Weingutes müssen wir gleich mit einem Eingeständnis beginnen: bei den einige Jahre zurück liegenden Besuchen des Weingutes hatten wir nicht den Eindruck, dass aufgrund des großen Gutsausschankes hier ein Weingut mit slowwein-affinen Merkmalen „heranwächst“.. Erst auf Hinweis eines Winzerkollegen haben wir das Weingut erneut besucht und mit Herrn Martin Mitter einen Winzer angetroffen, der aufgrund seiner positiven Erfahrungen, die er vor einigen Jahren mit dem Einsatz von natürlichen Stoffen („Backpulver und Orangenöl“) bei der Behandlung von Rebstöcken gemacht hat, nunmehr in der Phase des ökologischen Weinanbaus „gelandet“ ist. Seit dem Jahr 2016 ist das Weingut Mitglied von ECOVIN
Die insgesamt rd. 8 ha Rebfläche sind in den Gemeinden Hochheim (jüngere Bestände) und Flörsheim (die Rebstöcke sind dort bis zu 40 Jahre alt) angesiedelt. Es werden Riesling (70 %), Spätburgunder (26 %) und kleinere Parzellen mit Dornfelder, Grau- und Weißburgunder sowie Sauvignon Blanc angebaut.

Weinan-/ -ausbau

In der weitgehend flachen Weinbergstopographie der Gemeinden Hochheim und Flörsheim reicht der Untergrund von sandig-kiesigen Böden hin zu Löß und Lößlehm sowie mittelgründigen Mergeln, der zum Teil engräumig wechselnd ist.
Dem Vorsorgeprinzip entsprechend, erfolgt der Einsatz von natürlichen Stärkungsmitteln und die aktive Förderung von Nützlingen. Die artenreiche Begrünung der Weinberge erfolgt mit Grünmischungen („Rummelmischung“).
Herr Mitter hat in den letzten Jahren erhebliche Investitionen im Bereich des Maschinenparks und der Kellerwirtschaft getätigt. Mit der damit verbundenen Flexibilität sieht er eine wesentliche Voraussetzung für einen verantwortungsvollen und zukunftsorientierten ökologischen Weinanbau.
Die Weißweine werden bis zum Mai des Folgejahres auf der Feinhefe ausgebaut, da eine Nachreife in der Flasche nicht gewünscht ist.

Testergebnis

Bereits die Weine aus der Großlage Daubhaus der Jahrgänge zeigen das Geschmacksbild eines klaren und sauberen Rieslings. Zwei spontanvergorene Riesling-Spätlesen ( Hochheimer Hölle und Kirchenstück) aus dem sind feinfruchtig mit nicht zu hervorstechender Säure und – bei letzterem – mit einem schönen Süß- / Säurespiel. Die Weine der „Premium-Equipe“-Linie zeigen Kraft und Fülle sowie differenzierte Fruchtaromen.
Die Weißweinprobe wird abgerundet mit einer 16er Auslese aus dem Hochheimer Kirchenstück, die nicht „pappig daherkommt“ und ein schönes Säuregerüst hat.
Die „Abteilung“ Spätburgunder ist mit zwei schönen Rotweinen der Lage Hochheimer Hölle vertreten, die zum einen aus dem großen Holzfass, zum anderen aus dem Barrique (jeweils gebraucht) stammen und sich durch fruchtige Dichte und einem unterschwellig begleitenden Holzton auszeichnen.
Das Weingut hat aufgrund von eigenen Erfahrungen mit dem naturnahen Anbau sehr selbstbewusst den Weg in den ökologischen Weinbau beschritten. Bei seinen doch sehr unmittelbaren Kundenbeziehungen (Direktverkauf/Gutsauschank / Weinstände) ist es Herrn Mitter offensichtlich auch gelungen, seine Abnehmer auf dem neuen Weg „mitzunehmen“.
Ein Grund für diese Kundentreue dürfte allerdings auch in dem sehr moderaten Preisniveau zu suchen sein.
Gerne nehmen wir das Weingut in unsere „Erkundungen“ auf, da sich dieses, trotz des noch sehr dem konventionellen Weinbau verhafteten regionalen Umfeldes mit seiner entsprechenden Kundenstruktur, konsequent der ökologischen Weinbereitung widmet.
Herr Mitter legt auch darauf Wert, dass sich auch das Speisenangebot im Gutsausschank an ökologischen Maßstäben orientiert.