Die Wurzeln

Genuss als Grundrecht

Slow Food entstand Ende der 1980er Jahre als Bewegung für genussvolles und bewusstes Essen mit regionalen Wurzeln und in Abgrenzung zum uniformen und globalisierten Fast Food. Das Logo von Slow Food ist die Weinbergschnecke als Symbol der Langsamkeit.

Weltweit engagieren sich mehr als 100.000 Mitglieder in gut 150 Ländern für Slow Food. In Deutschland bemühen sich rund 13.000 „Slow Foodies“ in zurzeit 84 regionalen Convivien um die Erhaltung der regionalen Küche mit heimischen pflanzlichen und tierischen Produkten und um deren lokale Produktion. Lebensmittel, die nach Slow Food-Kriterien angebaut, produziert, verkauft oder verzehrt werden, sollen regionale Wirtschaftskreisläufe stärken und Menschen wieder mit Auge, Mund und Händen an ihre Region binden.

Für Slow Food ist der Zugang zu gutem, sauberem und fairem Essen ein Grundrecht des Menschen. Die Ziele von Slow Food lassen sich so zusammenfassen:

  • Der Genuss steht im Mittelpunkt, weil jeder Mensch ein Recht darauf hat.
  • Qualität braucht Zeit.
  • Die ökologische, regionale, sinnliche und ästhetische Qualität der Produkte ist Voraussetzung für Genuss.
  • Geschmack ist keine Geschmackssache, sondern hat vielmehr eine historische, kulturelle, soziale und ökonomische Dimension, über die durchaus gestritten werden soll.

Da sich der Verein als Lobby für Geschmack versteht, aber auch für regional angepassten und ökologischen Anbau, für den Erhalt der Biodiversität und der kulinarischen Kulturen, unterstützen seine Mitglieder viele unterschiedliche Projekte.

Fotonachweis: Kopfbild © Daniel Vorndran / DXR [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons »