Roter Riesling

Der Riesling soll rot bleiben

Holz, Blätter und Trauben des Roten Riesling sind dem des Weißen Rieslings ähnlich

Selbst im Rheingau ist er nicht überall bekannt, der Rote Riesling. Dabei gilt er als die Urform des Rieslings. Er ist die rotbeerige Variante der weißen Rebsorte, und ihr Anbau lässt sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen. Bis ins 19. Jahrhundert wurden beide Sorten oft im gemischten Satz angebaut. Aufgrund höherer Erträge und geringerem Vogelfraß hat sich dann jedoch der „weiße“ Riesling, wie wir ihn heute kennen, durchgesetzt.

Bisher ist es eine überschaubare Zahl von Winzern, die mit dem Roten Riesling experimentiert. Die Anbaumenge wird auf lediglich fünf bis zehn Hektar geschätzt. Slow Food Rheingau möchte dem Roten Riesling seinen Platz im Konzert der beliebten Rebsorten sichern. Dazu hat das hiesige Convivium eine Kooperation mit der renommierten Hochschule Geisenheim und den beteiligten Winzern angestoßen. Ein gemeinsam organisiertes Symposium hilft dieser Rebsorte wieder ins öffentliche Bewusstein.

In Kooperation der Hochschule Geisenheim mit dem Convivium Rheingau entstand auch ein Wikipedia-Eintrag zum Roten Riesling.

Die dunkle Beerenfarbe charakterisiert den Roten Riesling